Kostenfallen

aktualisiert am 26. November 2019

Auch wenn die Nutzung der meisten Internetseiten kostenlos ist, gilt dies nicht für Online-Funktionen und Programme. Die Kosten sind jedoch oft wenig oder unzureichend gekennzeichnet, daher ist immer besondere Vorsicht geboten. Auch beabsichtigte Käufe können sich als Fallen herausstellen.

Tipps

Kurze Tipps zum Thema Kostenfallen:

  • Suchen Sie das offene Gespräch mit ihren Kindern und klären Sie diese über mögliche Kostenfallen auf.
  • Stellen Sie evtl. Regeln auf die besagen, dass die Kinder Dinge kaufen dürfen, aber vorher Rücksprache mit Ihnen halten sollten.
  • Manche Geräte bieten die Möglichkeit technische Schutzmaßnahmen einzurichten, wie z.B. eine Passwortabfrage vor jedem Kauf. 

Versteckte Kosten

Hinter den meisten Online-Diensten, die unentgeltlich sind, verbergen sich in vielen Angeboten versteckte Kosten. Zum Beispiel sind gratis Apps oft mit dem Hinweis „In-App-Käufe“ versehen. Dies bedeutet, dass die App zwar kostenlos ist, aber innerhalb der App Käufe möglich sind, um beispielsweise alle Funktionen in vollem Umfang nutzen zu können. Insbesondere bei Gratisangeboten ist Vorsicht angeraten. Hinter Lockangeboten, wie gratis Recherchen oder Warenproben, Klingeltönen und Gutscheinen, stehen oft hohe Rechnungen oder Abonnements. Selbst beim bewussten Kauf einer App oder Freischaltung einer Funktion lauern Fallen. So sind Abonnements oftmals als einmalige Käufe getarnt, oder die entstehenden Gebühren werden nicht auf den ersten Blick ersichtlich.

Betrug

Auch beim Online-Shopping oder in Online-Auktionshäusern lauern Fallen. Privatpersonen oder Kleinunternehmer bieten teilweise den Verkauf illegaler Waren an. Bei der Abwicklung von Käufen oder Verkäufen werden falsche Kontenangaben gemacht. Es kommt gegebenenfalls zu Lieferverzögerungen oder im schlimmsten Fall wird die Ware gar nicht geliefert. Bei unseriösen Verkäufern ist es in solchen Fällen schwierig, Kontakt aufzunehmen und seine wohl möglich schon bezahlte Ware einzufordern. Es besteht ebenfalls die Gefahr, zwar ein Original zu bestellen und zu bezahlen, aber ein Plagiat zu erhalten.

Besonders Kinder laufen Gefahr auf die vermeintlichen Lock- und Gratisangebote hereinzufallen. Werbeanzeigen auf Online-Diensten wie Facebook oder in Apps wie Instagram verführen zum Kauf und mittlerweile landet man mit nur einem einzigen Klick direkt im Online-Shop des Anbieters. Kinder lesen oft weder die AGB, noch machen sie sich Gedanken um die Konsequenzen, wenn sie ihre persönlichen Adress- und Kontodaten angeben. Laut dem § 104 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sind Kinder bis zur Vollendung ihres siebten Lebensjahrs geschäftsunfähig, und selbst danach sind sie nach §§ 106 ff. BGB nur beschränkt geschäftsfähig, bis sie 18 Jahre alt sind. Da aber oftmals nicht ersichtlich ist, wer die Käufe getätigt hat, drohen die Unternehmen bei Nichtbezahlung der Rechnungen mit Anwälten und Inkasso-Unternehmen. 1Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen. Medienberatung NRW: Kostenfallen im Internet. http://www.medienberatung.nrw.de/Medienberatung/Medien-und-Schule/Sicherheit-und-Risiken/Kostenfallen/

Quellen & Literatur

Onlinequellen: s.u.

Literatur: s.u.

Quellen   [ + ]

1. Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen. Medienberatung NRW: Kostenfallen im Internet. http://www.medienberatung.nrw.de/Medienberatung/Medien-und-Schule/Sicherheit-und-Risiken/Kostenfallen/
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