Exzessive Mediennutzung

aktualisiert am 10. Dezember 2019

Was ist Sucht?

Nach dem global anerkannten Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen, dem „International Classification of Diseases“ (ICD), kennzeichnet sich eine Sucht durch „körperliche Entzugserscheinungen, körperlicher Verfall, Vernachlässigung von Lebens- und Arbeitsabläufen, sozialen Kontakten und der persönlichen Versorgung sowie ständiges Denken an den erwünschten Zustand“ 1Groebel 2017: 389. Die ICD-11 erkennen auch das gestörte Verhalten bei Videospielen als eine anerkannte Krankheit an.

Ist mein Kind süchtig? – Ein Test für Eltern

Ist mein Kind süchtig? – Ein Test für Eltern

Dieser Test kann sich auf die Nutzung von Fernsehern, Smartphones, Computern, Onlinespielen, Spielekonsolen, soziale Netzwerke sowie das Internet beziehen. Bei mehr als vier Zustimmungen kann es sein, dass das Kind eine Sucht entwickelt.

  1. Mein Kind redet ständig von dem Medium.
  2. Mein Kind verlässt bei schönstem Sonnenschein nicht das Zimmer, sondern verbringt lieber Zeit mit dem Medium.
  3. Mein Kind ist zurückgezogen und verbringt die meiste Zeit vor dem Medium.
  4. Mein Kind vernachlässigt für das Medium die regelmäßige Einnahme von Mahlzeiten.
  5. Mein Kind verbringt bis in die Nacht hinein Zeit vor dem Gerät und schläft dadurch unregelmäßig.
  6. Mein Kind lernt weniger, da es mehr Zeit vor dem Medium verbringt, und schreibt daher schlechtere Noten in der Schule.
  7. Mein Kind wirkt gereizt, wenn es kurze Zeit auf das Medium verzichten muss.

Zu beachten ist, dass eine kurzzeitige aber intensive Nutzung nicht eine Mediensucht beweist. Die intensive Nutzung des Mediums muss sich über einen längeren Zeitraum ziehen, sodass ersichtlich wird, dass das Kind eine Sucht aufbaut. Trotzdem sind schon erste Anzeichen ernst zu nehmen und näher zu beobachten.

Im Falle einer möglichen Mediensucht sollte ein Spezialist kontaktiert werden. 2Quelle: https://klicksafe.de/fileadmin/media/documents/pdf/klicksafe_Materialien/Eltern_Allgemein/klicksafe_Digitale_Abhaengigkeit.pdf 

Warum werden Kinder und Jugendliche süchtig?

Eine Mediensucht ist wissenschaftlich allgemein nicht eindeutig zu beschreiben und muss im individuellen Fall von einem Experten abgeklärt werden. Sie kann sich dennoch auf verschiedene digitale Medien beziehen, beispielsweise auf den Fernseher, das Smartphone, den Computer, die Onlinespiele, die Spielekonsole, die Netzwerkplattformen (Facebook, Instagram, YouTube, Twitter etc.) oder allgemein das Internet.

Es gibt Theorieansätze, dass bestimmte Erbanlagen eine Abhängigkeit fördern, wenn diese durch bestimmte Reize oder Umstände beeinflusst werden. Eine andere Theorie beschreibt eine Übernahme der Handlungsmuster von anderen Personen. Dabei werden bestimmte angenehme Reize mit dem Medium gekoppelt. Somit wird bei einer sonst eher angespannten Mutter, die sich durch den Konsum der Lieblingsfernsehserie entspannt, die Entspannung mit dem Medium verbunden. Folglich lernen die Kinder schon früh, wie die Medien die Verhaltensweisen beeinflussen und übernehmen diese Muster in ihr eigenes Handlungsrepertoire. 3Vgl. Groebel 2017: 390

Computerspiele

Innerhalb von Computerspielen können sich Kinder und Jugendliche ihre individuellen Welten erschaffen und ein virtuelles Ich entwickeln. Generell ist zu sagen, dass Personen die oft gekränkt oder enttäuscht wurden sich in einer eigen geplanten Welt wohler fühlen. Grund hierfür kann sein, dass in der digitalen Welt nicht auf die Gefühle und Wahrnehmungen der virtuellen Persönlichkeiten geachtet werden muss. Aber auch für empfindliche und kränkbare junge Menschen locken die Computerspiele mit Freiheiten, die wie eine Erlösung für die Spielteilnehmer erscheinen. Außerdem geben die Computerspiele ihren Nutzern Anerkennung und Belohnungen für erfolgreich ausgeführte Aufgaben. 4Vgl. Bergmann/Hüther 2008: 62 Aber auch die festen Strukturen, die die Nutzer in den Computerspielen einhalten müssen, um an das Ziel zu kommen, reizen die Kinder. Besonders Kinder, die in der realen Wirklichkeit keine stabilen sozialen Strukturen verspüren, sind anfällig sich in den Computerspielen zu verlieren. Denn hier bekommen sie die gewünschten stabilen Vereinbarungen und Regeln. 5Vgl. Bergmann/Hüther 2008: 21

Name: Marco Mayer

Geschlecht: männlich

Alter: 13 Jahre

Geschwister: 1 Schwester (10 Jahre)

Schule: Gesamtschule, Klasse 8

Charaktereigenschaften:

  • zielstrebig (strebt das Abitur an)
  • zuverlässig (hält Absprachen ein)
  • begeisterungsfähig (technikinteressiert)
  • ungeduldig (erwartet sehnsüchtig die Veröffentlichung des neuen PC-Spiels)

Hobbys:

  • Freunde treffen
  • Fußball spielen
  • online mit Freunden Computerspiele spielen

(Die genannte Person ist frei erfunden.)

Marco Mayer hat eine Vorliebe für Computerspiele und wartet sehnsüchtig auf das neue PC-Spiel. Auch wenn er gerne Zeit mit seinen PC-Spielen verbringt, muss er nicht zwangsläufig süchtig sein. Neben seinen PC-Spielen trifft er sich zudem mit seinen Freunden und geht seinem Hobby, dem Fußball spielen, nach. Wichtig ist, zu hinterfragen, ob er den Computerspielen einen höheren Rang gewährt als seinen Hobbys, der Schule oder seiner Gesundheit und ob er dies dauerhaft durchführt. Wenn dies nicht gegeben ist, so ist eine Sucht möglicherweise auszuschließen.

Soziale Netzwerke

In den sozialen Netzwerken (auch: Netzwerkplattformen oder Online-Communitys) gilt es zwischen den konsumierenden Nutzern und den aktiven Akteurinnen und Akteuren zu unterscheiden. Allgemein ist dennoch zu sagen, dass in den sozialen Netzwerken durch das soziale Anstecken, das gegenseitige Gruppenvorbild, das Dazugehören, den Gruppendruck und der Status eine Abhängigkeit nach „Social Media“ entstehen kann. Viele Studien der Sozialpsychologie zeigen, dass das Verhalten in der Wechselbeziehung mit Bezugsgruppen beeinflusst wird. 6Vgl. Groebel 2017: 391

Name: Katharina Schönebauer

Geschlecht: weiblich

Alter: 15 Jahre

Geschwister: keine

Schule: Gymnasium, Klasse 10

Charaktereigenschaften:

  • unzuverlässig (vergisst oft die Zeit)
  • ziellos (kein Interesse für die Schule, versetzungsgefährdet)
  • kontaktfreudig (chattet mit Unbekannten)
  • kreativ (postet Bilder bei Instagram)

Hobbys:

  • schreibt sehr gerne mit ihren Freunden
  • bewundert das Leben der Influencer und versucht diese nachzuahmen

(Die genannte Person ist frei erfunden.)

Katharina Schönebauer lebt in ihrer selbst erstellten Instagram-Welt. Sie sieht die schönen Bilder der anderen User und möchte gerne so sein wie ihre Influencer-Vorbilder. Dafür postet sie regelmäßig attraktive Fotos und schreibt gerne mit Unbekannten. Für ihr Instagram-Leben vernachlässigt sie sogar die Schule. Wichtig ist nun zu überprüfen, ob sie dies über einen längeren Zeitraum ausübt. Die starke Fokussierung auf ihr Leben auf Instagram kann eine Sucht darstellen. Diese Anzeichen sollten von einem Spezialisten überprüft werden.

Begleiterkrankungen von Mediensucht

Die Mediensucht kann einhergehen mit Depressionen, Essstörungen, Angststörungen, sozialen Phobien oder Schlafproblemen. In diesem Ausschnitt werden zwei Begleiterkrankungen näher betrachtet.

Zu den Betroffenen einer Essstörung gehören meist Mädchen und junge Frauen. Es ist allerdings zu beobachten, dass auch bei Männern die Esssucht zunimmt. Die Werbung und die Medien sind zwar nicht die einzigen Ursachen, die ausschlaggebend für eine Essstörung sind, dennoch beeinflussen sie diese. Sie beeinflussen das Konsumverhalten derart, dass sich die Jugendlichen von dem Klima schwer lösen können, wie zum Beispiel dem Schlankheitsideal. Statt das Schlankheitsideal zu fördern, sollte mehr die gesunde Ernährung gefördert werden.

Ein weiterer Aspekt ist die Depression, die mit der Mediensucht einhergehen kann. Hierbei wird beobachtet, dass zum Beispiel Jungs, die der Internetsucht nachgehen, das Spielen dazu verwenden, um die Angst und Frustration abzubauen. Ein klassisches Beispiel ist das Spiel ,WoW („World of Warcraft“). Dieses Spiel geht nie zu Ende, sodass die Süchtigen dazu verleitet werden, sich in der virtuellen Welt zu verlieren.

Soziales Verhalten

Zu dem sozialen Verhalten lässt sich sagen, dass Mediensüchtige keine Kontrolle mehr über den Beginn und das Ende des Konsums haben. Sie suchen in der virtuellen Welt nach Kontakten und streben nach dem Erfolg. Dabei verwechseln sie die virtuelle Welt mit der realen Welt und wirken bei dem Entzug des Mediums gereizt. Durch den direkten Austausch und das spielerische Miteinander in der virtuellen Welt, tauchen sie in eine eigene Welt ein, durch die sie die Lebendigkeit und die Zufriedenheit aus den Augen verlieren. Die sozialen Kontakte werden vernachlässigt, sodass körperliche und psychische Probleme zum Vorschein kommen.

Fallbeispiele

Zu dem Fallbeispiel Marco Mayer lässt sich sagen, dass er sich gerne in seiner Freizeit mit seinen Freunden trifft und mit diesen Computerspiele spielt. Hierbei sind die sozialen Kontakte von Bedeutung. Er sitzt nicht alleine vor dem Medium, sondern es findet ein aktiver Austausch mit seinen Freunden statt. Zu seinen Charaktereigenschaften zählen die Zuverlässigkeit und die Begeisterungsfähigkeit für die Technik, sodass er sich mit dem Spielen nur nebenbei beschäftigt und dieses nicht seine Hauptaktivität ist.

Zu dem Fallbeispiel Katharina Schönebauer lässt sich sagen, dass sie sehr unzuverlässig und ziellos ist. Sie sucht nach dem Austausch und der Bestätigung im Internet. Katharina ist demzufolge gefährdet. Das junge Mädchen vernachlässigt die sozialen Kontakte in der realen Welt und strebt nach Erfolg in der virtuellen Welt. Sie kann die Zufriedenheit ihrer selbst durch die ständige Bestätigung im Internet verlieren und die reale Welt von der virtuellen nicht mehr unterscheiden. 

Vorbeugung der Mediensucht

Um eine mögliche Mediensucht vorzubeugen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich in einem familiären Zusammenleben umsetzen lassen. Folglich werden drei potenzielle Vorschläge genannt, die dabei helfen können, sowohl Kinder und Jugendliche als auch deren Eltern vor einer exzessiven Mediennutzung zu bewahren.

Regelung von Medienzeiten

Da die Konfrontation mit Verboten insbesondere in einem pubertären Alter auf Hindernisse stößt, sollten stattdessen klare Regeln in den Familienalltag einkehren. Hierzu kann beispielsweise die Einführung von Medienpausen am Essenstisch gehören. Hieraus lassen sich ebenfalls feste Routinen abbilden, wann und in welchem Umfang die Mediennutzung vollzogen wird.

Um einen Überblick über Richtwerte der Nutzungszeiten zu erhalten, hilft der Elternratgeber „SCHAU HIN!“ mit seinen Richtwerten. So wird darauf hingewiesen, dass ab einem Alter von 10 Jahren, eine tägliche zehnminütige Nutzung pro Lebensjahr angestrebt werden kann. Wichtig hierbei ist, dass diese Vorgabe kein Gesetz darstellt und die Zeit individuell mit dem Kind abgestimmt werden sollte. Hierfür bietet der Mediennutzungsvertrag des „Internet-ABC“ die Möglichkeit, klare Strukturen und Vereinbarungen zu treffen und diese im Rahmen eines Vertrags festzuhalten. An dieser Stelle sollte noch kurz darauf hingewiesen werden, dass alle Beteiligten mit den Inhalten aus dem Vertrag übereinstimmen sollten, da es ansonsten zu weiteren Diskussionsproblemen in der Familie kommen kann und die Punkte möglicherweise nicht ganz eingehalten werden.

Falls jedoch bemerkt werden sollte, dass die Schule, Freunde und Hobbies über einen längeren Zeitraum aufgrund einer intensiven Mediennutzung trotz negativer Konsequenzen vernachlässigt werden, so kann es ratsam sein, sich externe Hilfe zu suchen. Weitere Informationen hierzu lassen sich unter dem Punkt „Mögliche Therapien“ finden.

Vorbildfunktion

Da das Vorleben der Eltern oftmals das Handeln insbesondere von jüngeren Kindern beeinflusst, spielt es eine enorme Rolle, in welchem Umfang Vorbildfunktionen digitale Medien nutzen. Es sollte also hinterfragt werden, ob eine ständige Erreichbarkeit wirklich notwendig ist und wie sich das Verhalten auf die Kinder auswirkt. Hierbei können Mediennutzungstests helfen, die sowohl von den Heranwachsenden als auch von den hierfür verantwortlichen Personen genutzt werden können.
Ein Beispiel für einen solchen Test finden sie hier.
Möglicherweise wird das Ergebnis alle Beteiligten überraschen, so dass die Einführung von medienfreien Tagen zu Gunsten von Freizeitaktivitäten mit der Familie einen positiven Ausgleich schafft.

Interesse am Medienumgang der Kinder

Schließlich kann sich ein gesundes Interesse der Eltern für die Mediennutzung der Kinder positiv auf die Beziehung auswirken. So können beispielsweise Apps gemeinsam ausprobiert werden oder YouTube-Clips angeschaut werden. Hierdurch können Eltern die jeweiligen Bereiche, mit denen sich ihre Kinder beschäftigen, besser einschätzen und hinterfragen. Hinzu kommt, dass sie von ihren Heranwachsenden bezüglich neuester Entwicklungen auf dem Stand gehalten werden. Es ist wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben, offen mit ihren Eltern über die Mediennutzung zu sprechen, wodurch sowohl erfreuliche als auch besorgniserregende Informationen geteilt werden können. Hierzu gehört auch, dass Erziehungsberechtigte auf der einen Seite die Gefahren kennen und einschätzen können aber ebenso den Chancen offen gegenüberstehen, da die Beziehung zum Kind ansonsten möglicherweise hierunter leidet.

Fallbeispiele

Werden diese Informationen auf die fiktiven Kinder Marco und Katharina angewandt, so lassen sich folgende Ratschläge im Umgang mit den beiden Heranwachsenden treffen.

Da Marco gerne Computerspiele mit seinen Freunden spielt, kann davon ausgegangen werden, dass er ein gemeinschaftliches Spielen bevorzugt. Aufgrund dessen ist vorstellbar, dass Marco auch mit seinen Eltern das neue Spiel ausprobieren würde, so dass von einer gemeinsamen Zeit als Familie profitiert werden kann. Wichtig ist dennoch, dass feste Regeln vereinbart werden, zu welchen Zeiten gespielt werden darf. Aufgrund der Zielstrebigkeit in der Schule könnte das sehnsüchtig erwartete PC-Spiel als Belohnung für gute Noten ausgehändigt werden. Hierdurch wird sich Marco bewusst, dass bestimmte Handlungen positive Reaktionen hervorrufen können.

Im Fall von Katharina, die gerne mit ihren Freunden schreibt und das Leben von Influencern bewundert, ist es besonders wichtig, eine Vertrauensbeziehung herzustellen bzw. aufrechtzuerhalten. So sollte darüber gesprochen werden, dass das Schreiben mit Fremden im Internet Gefahren beinhaltet. Da Katharina kreativ ist, könnte sie bei der Erstellung von Bildern für Instagram in einem gewissen Rahmen unterstützt werden. Hierbei muss allerdings immer auf die Sicherheit und den Datenschutz hingewiesen werden, da einmal online gestellte Bilder nicht mehr ganz gelöscht werden können. Daher ist es auch wichtig, Regeln aufzustellen, wovon und wann keine Bilder gemacht werden sollten.

Reaktionsmöglichkeiten der Eltern

Wenn man als Elternteil merkt, dass das Medienverhalten kritisch ist, kann man professionelle Hilfe suchen, im Idealfall gibt es eine Fachkraft in der Schule des Kindes, sonst besteht die Möglichkeit eine/n Psychologen/in zu konsultieren. Dabei kann man als Elternteil auch in der Sitzung teilnehmen und dem Kind zur Seite stehen.

Außerdem ist es ratsam, das Kind dabei zu unterstützen, die Medienzeit zu reduzieren. Hier ist es wichtig, dass man auf die eigene Mediennutzung schaut, um diese gegebenenfalls zu reduzieren und um ein gutes Vorbild zu sein.

Im Zusammenhang mit Regeln, die man gemeinsam aufgestellt hat, ist es wichtig, ein Vorbild zu sein, da Kinder sich vieles vom Verhalten der Eltern sowie von älteren Geschwistern abgucken. Deshalb sollten die Regeln für alle gelten.

Mögliche Therapien

Als beste Therapie bei bestehender Mediensucht gilt eine ganzheitliche Therapie. Oftmals entstehen durch die Mediensucht auch gesundheitliche Probleme. Darum ist eine ganzheitliche Therapie empfehlenswert. Dieser Artikel und die darin enthaltenen Empfehlungen ersetzen keine ärztliche Diagnose und Behandlung.

Teilbereiche einer ganzheitlichen Therapie können sein:

Bewusstseins- und erlebnisorientierte Körpertherapie

Damit man sich als Person wieder spürt sowie auf seinen Körper achtet und hört. Um dies zu erreichen, werden verschiedenen Übungen erlernt, die man nachher auch in seinen Alltag integrieren kann, um nicht rückfällig zu werden.

Regelmäßige Bewegung und Sport

Damit der Körper durch Muskelkraft, Kreislauf, Wohlbefinden, kognitive Leistungsfähigkeit und Entspannung wieder fit wird.

Ernährungsumstellung

Damit der Körper wieder mit allen Nährstoffen versorgt wird und Überschüsse abgebaut werden können.

Systemisch-lösungsorientierte Therapie

Damit in allen Bereichen (Schule, Familie und Freunde) soziale Konflikte geklärt werden und soziale Unterstützung gefunden wird.

ggf. Traumatherapie

Damit eine mögliche Traumatisierung bekämpft werden kann, sofern die Sucht eine Art Bewältigungsstrategie ist.

Aus diesen Therapien kann man als Elternteil auch einzelne Dinge mit dem Kind umsetzen, wie beispielsweise zusammen Sport machen oder gemeinsam ausgewogen kochen.

Da bei Marco noch keine Mediensucht vorhanden ist, ist bei ihm nur wichtig, dass man darauf achtet, dass das Computer spielen nicht mehr wird und er sich weiterhin in der realen Welt mit seinen Freunden trifft und auch weiterhin offline Fußball spielt. Außerdem ist wichtig, ihm ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass auch er ein Vorbild für seine Schwester ist und sie sich sein Verhalten im Umgang mit Medien abschaut.
Katharina verbringt den Großteil ihrer Freizeit in sozialen Netzwerken. Daher wäre es wichtig, dass sie auch außerhalb der Medien etwas erlebt, wie beispielsweise familiäre Aktivitäten im Sinne von Kultur, Sport oder gemeinsamem Kochen. Gut wäre hierbei, wenn es zu einem festen Bestandteil im Alltag bzw. zu einem gemeinsamen Hobby wird.

Quellen & Literatur

Onlinequellen: 7„Gaming disorder“, https://www.who.int/features/qa/gaming-disorder/en/ Abgerufen am 26.06.2019 8Groebel, Jo: Sucht. In: Schorb, Bernd [Hrsg.]; Hartung-Griemberg, Anja [Hrsg.]; Dallmann, Christine [Hrsg.]: Grundbegriffe Medienpädagogik. München: kopaed, 2017. 9„Klicksafe-Flyer“, https://klicksafe.de/fileadmin/media/documents/pdf/klicksafe_Materialien/Eltern_Allgemein/klicksafe_Digitale_Abhaengigkeit.pdf Abgerufen am 13.06.2019 10„Therapie bei Mediensucht“, http://www.mediensucht-therapie.de/ Abgerufen am 26.06.2019 11https://www.mediclin.de/Zielgruppen/P-A/Patienten-und-Angehoerige/Im-Fokus/Mediensucht/Mediensucht-10-Fragen.aspx Abgerufen am 26.06.2019 12https://www.suchtmittel.de/seite/tags.php/begleiterkrankungen.html Abgerufen am 13.06.2019 13https://www.aerzteblatt.de/archiv/123615/Mediensucht-bei-Jugendlichen-Wenn-nichts-mehr-ohne-online-geht Abgerufen am 13.06.2019 14http://www.mediensucht-therapie.de/ Abgerufen am 26.06.2019 15https://www.schau-hin.info/artikel/medienzeiten-fuer-kinder-vereinbaren/ 16https://www.schau-hin.info/artikel/papa-leg-das-handy-weg/ 17https://www.familieundmedien-nrw.de/alltag-mit-medien/gemeinsame-zeit-mit-medien.html

Literatur: 18Bergmann, Wolfgang; Hüther, Gerald: Computersüchtig. Kinder im Sog der modernen Medien. Weinheim[u.a.]: Beltz, 2008.

Quellen   [ + ]

1. Groebel 2017: 389
2. Quelle: https://klicksafe.de/fileadmin/media/documents/pdf/klicksafe_Materialien/Eltern_Allgemein/klicksafe_Digitale_Abhaengigkeit.pdf
3. Vgl. Groebel 2017: 390
4. Vgl. Bergmann/Hüther 2008: 62
5. Vgl. Bergmann/Hüther 2008: 21
6. Vgl. Groebel 2017: 391
7. „Gaming disorder“, https://www.who.int/features/qa/gaming-disorder/en/ Abgerufen am 26.06.2019
8. Groebel, Jo: Sucht. In: Schorb, Bernd [Hrsg.]; Hartung-Griemberg, Anja [Hrsg.]; Dallmann, Christine [Hrsg.]: Grundbegriffe Medienpädagogik. München: kopaed, 2017.
9. „Klicksafe-Flyer“, https://klicksafe.de/fileadmin/media/documents/pdf/klicksafe_Materialien/Eltern_Allgemein/klicksafe_Digitale_Abhaengigkeit.pdf Abgerufen am 13.06.2019
10. „Therapie bei Mediensucht“, http://www.mediensucht-therapie.de/ Abgerufen am 26.06.2019
11. https://www.mediclin.de/Zielgruppen/P-A/Patienten-und-Angehoerige/Im-Fokus/Mediensucht/Mediensucht-10-Fragen.aspx Abgerufen am 26.06.2019
12. https://www.suchtmittel.de/seite/tags.php/begleiterkrankungen.html Abgerufen am 13.06.2019
13. https://www.aerzteblatt.de/archiv/123615/Mediensucht-bei-Jugendlichen-Wenn-nichts-mehr-ohne-online-geht Abgerufen am 13.06.2019
14. http://www.mediensucht-therapie.de/ Abgerufen am 26.06.2019
15. https://www.schau-hin.info/artikel/medienzeiten-fuer-kinder-vereinbaren/
16. https://www.schau-hin.info/artikel/papa-leg-das-handy-weg/
17. https://www.familieundmedien-nrw.de/alltag-mit-medien/gemeinsame-zeit-mit-medien.html
18. Bergmann, Wolfgang; Hüther, Gerald: Computersüchtig. Kinder im Sog der modernen Medien. Weinheim[u.a.]: Beltz, 2008.
Sidebar