Video- und Filmplattformen

aktualisiert am 10. Dezember 2019

Heutzutage gibt es eine große Auswahl an Plattformen, die Bewegtbildmaterial anbieten. Es existieren reine Online-Dienste wie YouTube und auch Angebote, für die man ein Abonnement abschließen muss und monatliche Gebühren anfallen. So funktionieren beispielsweise Netflix, Amazon Video und Maxdome. Auf den Videoplattformen sind Filme verschiedenster Genres vertreten. Teilweise lassen sich die angebotenen Inhalte filtern oder mit einer Kindersicherung versehen, bei YouTube gibt es für manche Videos eine Altersbeschränkung.
Ein weiteres attraktives Angebot stellen die Mediatheken der Fernsehsender dar. In ihnen kann man sich zum Beispiel (Spiel-)Filme ansehen, die man im Fernsehen verpasst hat. Auch live ist das Fernsehgucken über das Internet möglich. Auf manchen Seiten ist dafür eine Registrierung erforderlich und nicht alle Sender können kostenfrei angeschaut werden, hier ist Vorsicht geboten.

Tipps

Kurze Tipps zu Video- und Filmplattformen:

  • Achten Sie darauf, was sich ihr Kind anschaut.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Interessen.
  • Erklären Sie die Funktion und den Sinn der Kindersicherung.
  • Lassen Sie sich gerne einmal von Ihrem Kind erklären, wozu die einzelnen Filmplattformen seiner Meinung nach gut sind.
  • Schauen Sie sich gemeinsam Videos an und besprechen das Gesehene.

Kindersicherungen von Video- und Filmplattformen

Netflix

Bei der Erstellung eines Netflix-Accounts muss das eigene Alter angegeben werden. Nur wer über 18 ist, erhält auch Zugriff auf Filme mit FSK 18. Außerdem ist es möglich, mehrere Profile pro Account anzulegen. So würde sich die Einrichtung eines eigenen Profils mit korrekter Alterseinstufung der Kinder anbieten, dort würden dann auch nur altersgerechte Inhalte erscheinen. Hier ist es allerdings wichtig darauf zu achten, dass das Kind auch das richtige Profil verwendet und sich nicht heimlich in das Erwachsenen-Profil einloggt. Eine weitere Option bei Netflix wäre es, eine PIN für das gesamte Konto einzurichten. In diesem Fall können ohne Eingabe der PIN nur Filme geschaut werden, die zur ausgewählten Alterseinstufung passen. 1https://help.netflix.com/de/node/264

Amazon Video

Bei Amazon Prime ist es ebenfalls möglich eine Kindersicherung einzurichten, Amazon spricht hierbei von einer sogenannten Wiedergabebeschränkung. Ähnlich wie bei Netflix können Inhalte bestimmter Alterskategorien mit einer PIN blockiert werden. Grundlage für die Kindersicherungseinstellungen sind die Einstufungen der FSK. Nicht alle Inhalte bei Amazon sind kostenlos, einige Filme muss man trotz Abonnement dazu kaufen. 2https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html/?nodeId=201423070

Maxdome

Maxdome verwendet bei der Altersbeschränkung eine Jugendschutz-PIN. Das Prinzip funktioniert wie bei den anderen beiden Anbietern. Zusätzlich stellt Maxdome eine Software bereit, die nach ihrer Installation verhindert, dass nicht jugendfreie Videos angesehen werden können. Diese Applikation erfüllt eine Filterfunktion und schützt Kinder und Jugendliche damit vor ungeeigneten Inhalten. 3https://blog.maxdome.de/maxdome-news/neue-jugendschutz-pin-altersfreigabe-in-weniger-als-1-minute

YouTube

YouTube ist eine sehr offene Videoplattform, trotzdem bietet sie die Aktivierung eines eingeschränkten Modus an. Diese Einstellung kann jugendgefährdende Inhalte herausfiltern und sorgt dafür, dass unter den Videos keine Kommentare eingeblendet werden. Darüber hinaus stellt YouTube Dokumentationen für Eltern und Lehrer bereit, die Tipps und Ratschläge zur angemessenen Nutzung der Plattform geben. Wie auch bei Amazon sind einige Inhalte kostenpflichtig. Viele YouTuber verlinken darüber hinaus ihre eigene Seite, auf der weiter Content gegen Gebühren abgerufen werden kann. 4https://support.google.com/youtube/answer/174084?co=GENIE.Platform%3DDesktop&hl=de

FSK

Die Abkürzung FSK bezeichnet die freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Es handelt sich um ein deutsches Unternehmen, das basierend auf dem Jugendschutzgesetz Prüfungen zur möglichen Altersfreigabe durchführt. Es gibt fünf FSK-Alterskennzeichnungen: Die Filme werden entweder ab 0, 6, 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben. Diese unterschiedlichen Freigaben für die verschiedenen Altersstufen basieren auf dem Grad der Fähigkeit von Kindern Sinneseindrücke zu verarbeiten. Bei FSK 0 ist der Film bereits ab 0 Jahren freigegeben. Diese Freigabe garantiert, dass er beispielsweise keine schnellen Schnittfolgen oder laute Geräusche enthält. Für Filme, die ab sechs Jahren freigegeben werden, ist es Bedingung, dass Konflikte oder Streitigkeiten gut ausgehen und es sozusagen zu einem Happy End kommt. FSK 12 beschreibt Filme, die durchaus schon eine distanzierte Wahrnehmung des Gesehenen voraussetzen, verhindert aber, dass Heldenfiguren gewalttätiges oder zerstörerisches Verhalten darstellen. Bei FSK 16 wird bereits von einem gut entwickelten Medienverständnis ausgegangen, allerdings werden auch hier Szenen mit Gewalt und Sexualität nur nach kritischer Prüfung des Darstellungszusammenhangs zugelassen. Keine Jugendfreigabe haben die Filme, die mit FSK 18 gekennzeichnet sind. Kinder und Jugendliche sollten nur die Filme sehen, die eine ihrem Alter angemessene Freigabe haben. 5https://www.spio-fsk.de/?seitid=508&tid=72

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Es existiert keine gesetzliche Verpflichtung Filme oder Videos auf ihre Tauglichkeit für Kinder und Jugendliche hin untersuchen zu lassen. Allerdings dürfen Filme, die nicht vom FSK gekennzeichnet wurden, nur Erwachsenen zugänglich sein.

Seit 2011 existiert auch eine Freiwillige Selbstkontrolle für Webangebote, die auf dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder basiert. 6https://www.bmfsfj.de/blob/94082/3711cb37be8733a15a3c605cf326ee63/jugendschutzgesetz-jugendmedienschutz-staatsvertrag-data.pdf Dieser Teil der FSK nennt sich FSK.online und bietet zahlreiche Serviceleistungen an, um Jugendschutz im Internet zu gewährleisten. Die Betreiber einer Webseite können diese mit wenigen Klicks auf jugendschutzrechtliche Bestimmungen prüfen lassen. Eine Mitgliedschaft beim FSK.online beinhaltet darüber hinaus umfangreiche Beratungen und Überprüfungen und dokumentiert Erfolge durch Qualitätssiegel verschiedener Abstufungen. 7https://www.jugendschutzbeauftragte.net/jugendschutzbeauftragter/jugendmedienschutz/qualitsiegel-jugendmedienschutz.html

Die rechtliche Aufsicht im Bereich des Internets liegt bei der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten in Deutschland. 8https://www.kjm-online.de

Quellen & Literatur

Onlinequellen: s.u.

Literatur: s.u.

Quellen   [ + ]

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