WhatsApp

aktualisiert am 9. Dezember 2019

WhatsApp zählt zu den meistgenutzten Apps auf Smartphones. Im vierten Quartalsbericht von Ende 2017 machte das Unternehmen hinter dem beliebten Messenger bekannt, dass 1,5 Milliarden Menschen den Dienst benutzen. 60 Milliarden Nachrichten würden nach dem Bericht allein täglich versendet werden. 1https://techcrunch.com/2018/01/31/whatsapp-hits-1-5-billion-monthly-users-19b-not-so-bad/; letzter Abruf: 06.03.2018

Warum ist WhatsApp so beliebt und weit verbreitet?

Als WhatsApp im Jahr 2009 erschienen ist, war die Grundfunktion eine andere als heute. Damals konnten lediglich einfache Statusinformationen in Form von kurzen Texten verfasst und von anderen Kontakten gelesen werden. 2http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/whatsapp-neue-status-updates-erinnern-an-snapchat-a-1135511.html Etwas später jedoch gingen die Entwickler dazu über, einen Kurznachrichtendienst zu entwickeln. Ähnlich wie bei der SMS war zunächst nur der Versand einfacher Textnachrichten möglich. Im Gegensatz zum Dienst der Mobilfunkanbieter mussten Nutzer von WhatsApp allerdings kein Geld bezahlen. Daher wurde WhatsApp innerhalb weniger Jahre immer beliebter.

Welche Funktionen bietet WhatsApp?

Seit dem Start des Messengers sind zahlreiche Funktionen hinzugekommen. Mittlerweile ist neben dem Versand von einfachen Textnachrichten auch der Versand von Bildern, Video- und Audiodateien, Sprachnachrichten, Kontakten, GPS-Standortinformationen und weiteren Dateiformaten wie PDF oder DOCX (Microsoft Word) möglich. 3https://t3n.de/news/whatsapp-dateiversand-838142/ Seit März 2015 verfügt WhatsApp außerdem über eine Telefonfunktion, wobei die Daten ebenfalls wie die Nachrichten über das Internet gesendet werden (VOIP). Etwa ein Jahr später kam Videotelefonie dazu. 4https://www.heise.de/newsticker/meldung/WhatsApp-fuehrt-Videoanrufe-ein-3465813.html
Anfang 2017 erhielt WhatsApp erneut größere Anpassungen. Wie bei den Konkurrenten Snapchat und Instagram wurde es den Nutzern ermöglicht, sogenannte Stories zu veröffentlichen, die von den eigenen Kontakten gesehen werden können. Eine Story (Status) besteht meist aus einem Foto bzw. einem kurzen Video (Länge bis zu 30 Sekunden) und kann vom Nutzer mit Textelementen und Stickern (kleine Grafiken oder Emojis) versehen werden. Auch das freihändige Zeichnen in unterschiedlichen Farben auf dem Hintergrund ist möglich. Wurde ein Status veröffentlicht, so ist dieser für ausgewählte Kontakte in den nächsten 24 Stunden sichtbar. 5https://www.heise.de/newsticker/meldung/WhatsApp-Zurueck-in-die-Zukunft-mit-Status-Updates-3631439.html Ein Status kann, wie auch bei den Konkurrenten Snapchat und Instagram, mehrere Status-Updates direkt hintereinander beinhalten, die den Kontakten dann nacheinander angezeigt werden. 6http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/whatsapp-neue-status-updates-erinnern-an-snapchat-a-1135511.html

Verfügbare Erweiterungen und Apps

Die Anwendung wurde von Anfang an ausschließlich für Smartphones mit bestimmten Betriebssystemen (Android, iOS auf iPhones, Windows Phone) entwickelt, die über eine aktive SIM-Karte und eine erreichbare Telefonnummer verfügen. Die Installation auf Tablets oder Computern ist ohne weiteres nicht möglich, kann allerdings etwa durch die Nutzung eines Emulators dennoch ermöglicht werden. Damit WhatsApp auch am Computer verwendet werden kann, gibt es eine offizielle Webseite bzw. für Windows 8 und höher eine entsprechende App, die allerdings nicht eigenständig läuft, sondern über WLAN eine Verbindung zum Smartphone herstellt und darüber die Nachrichten empfängt bzw. versendet. 7https://www.heise.de/newsticker/meldung/Whatsapp-bekommt-Webclient-2525410.html
Seit Januar 2018 gibt es neben der bisherigen App für Privatanwender zusätzlich eine Anwendung (bisher nur für Android verfügbar), mit der WhatsApp Konten von Unternehmen verwaltet werden können. Dadurch wird insbesondere Kleinunternehmen die Kommunikation über den Messenger ermöglicht, wobei zusätzlich Funktionen wie eine Gruppierung der Kunden oder die Anzeige von Unternehmensinformationen vorhanden sind. Auch für einen Business-Account ist eine eigene Telefonnummer, die noch keinem anderen Account zugeordnet ist, Voraussetzung. 8https://www.heise.de/newsticker/meldung/WhatsApp-Business-Messenger-fuer-Kundenkontakt-von-Firmen-3946178.html

Kauf durch Facebook

Große Diskussionen um den Messenger brachte der Kauf von WhatsApp durch Facebook für insgesamt 19 Milliarden US-Dollar. Datenschützer sorgten sich insbesondere um eine mögliche Kommerzialisierung und Weitergabe an Facebook der Nutzerdaten, obwohl beide Unternehmen dies zunächst dementierten. 9http://www.zeit.de/digital/internet/2014-02/whatsapp-facebook-aufkauf und http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2017-04/facebook-datenschutz-urteil-hamburg Auch wegen eines Monopols von Facebook im Bereich Social Networking bzw. Messaging war die Übernahme großer Kritik ausgesetzt. 10http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/facebook-kauft-whatsapp-datenschuetzer-weichert-empfiehlt-boykott-a-954783.html

Werden meine Nachrichten verschlüsselt?

Eine lange Zeit waren die versendeten und empfangenen Daten des Messengers durch keine Verschlüsselung geschützt. Erst seit 2012 versendet WhatsApp die Textnachrichten nicht mehr im Klartext, sondern nutzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wodurch theoretisch nur die beteiligten Nutzer einer Konversation die Daten lesen können. 11https://www.heise.de/security/meldung/WhatsApp-versendet-keinen-Klartext-mehr-1673054.html

Wird meine Kontaktliste an WhatsApp bzw. Facebook weitergegeben?

WhatsApp steht wegen der Weitergabe aller Kontakte, die auf dem Handy eines Nutzers gespeichert sind, in der Kritik. Schon bei der Einrichtung lädt WhatsApp die Kontakte des Nutzers auf die eigenen Server, um andere Nutzer zu identifizieren und im Messenger anzuzeigen. Auf diese Weise kommt WhatsApp allerdings auch an Kontaktinformationen von Personen, die den Dienst gar nicht benutzen, sondern lediglich im Adressbuch eines Nutzers stehen. 12https://www.golem.de/news/auslesen-von-kontaktliste-datenschuetzer-haelt-whatsapp-agb-fuer-unwirksam-1609-123056.html

Quellen & Literatur

Onlinequellen: s.u.

Literatur: s.u.

Quellen   [ + ]

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