Datenschutz

aktualisiert am 10. Dezember 2019

Datenschutz im Internet ist ein Thema, das immer wieder in die Schlagzeilen gerät, ob es nun um flächendeckende Überwachung geht, zum Beispiel durch die NSA, oder darum, dass private Daten im eigenen Umfeld veröffentlicht werden.

In diesem Abschnitt soll es darum gehen, auf was bei der Benutzung von sozialen Netzwerken in Bezug auf Daten geachtet werden muss, was es eigentlich mit „Big Data“ und Überwachung auf sich hat und wie man sich dagegen schützen kann und was rechtlich beachtet werden muss, wenn man fremde Bilder benutzen möchte.

Kindern und Jugendlichen ist häufig nicht bewusst wie wichtig es ist, persönliche Daten nicht leichtsinnig herauszugeben. Deshalb gilt wie bei sehr vielem: Setzen Sie sich mir Ihrem Kind zusammen und erklären die Wichtigkeit des Themas, schließlich können mit dem Schutz der eigenen Daten viele andere Problematiken verhindert werden (z.B. Cybermobbing auf Grund von Nacktbildern oder Werbung, Spam und Viren die an die eigene E-Mail Adresse gesendet werden). Hier können anschauliche Beispiele helfen: Persönliche Daten in der Schule aufgehängt als Analogie zu dem Internet.
Erklären Sie Ihrem Kind worauf es bei sozialen Netzwerken achten muss und begleiten Sie es bei den ersten Schritten.

Persönliche Daten

Jeder Benutzer eines sozialen Netzwerkes gibt diesem Informationen über sich frei. Doch nicht alle Informationen sollten im Internet einsehbar sein, denn sind die Informationen einmal im Netz, wird es häufig sehr schwer diese wieder zu entfernen und gerade Kindern ist das häufig nicht bewusst. In dem Moment der Veröffentlichung mag das Bild der Party oder die eigene E-Mail-Adresse nicht problematisch erscheinen, doch man weiß nie, ob das in der Zukunft nicht auch anders sein könnte. Das Bild der Party könnte im Bewerbungsgespräch problematisch sein, die eigene E-Mail-Adresse kann dazu verwendet werden, Ihnen Werbung, Spam oder Viren zu schicken. Auch können von Ihnen öffentlich gestellte Daten dazu genutzt werden, Ihre Identität zu stehlen (weitere Informationen finden Sie dazu auf der Seite des NDR über Identitätsdiebstahl).

Worauf sollte ich achten, wenn ich meine Daten schützen möchte?

  • Wenn Sie Informationen/Bilder/etc. mit Ihren Kontakten in dem Netzwerk teilen möchten, sollten Sie sich überlegen, wie weitreichend diese Informationen sichtbar sein sollen. Bei Facebook kann man die Privatsphäre eines Posts definieren, unter anderem „Öffentlich“ (für jeden im Internet sichtbar), für „Freunde“ (nur die eigenen Kontakte auf Facebook) oder nur für „Bestimmte Freunde“ (für explizit ausgewählte Freunde sichtbar). Auf Snapchat und Instagram sind neue Fotos und Videos entweder öffentlich oder nur für Freunde sichtbar. Unabhängig von den gewählten Einstellungen sollten Sie sich fragen, ob der Inhalt, den Sie mit Ihren Freunden teilen, wirklich für diese bestimmt sein sollte.
    Ein Spezialfall stellen sogenannte „Stories“ dar, die in vielen Anwendungen eingeführt wurden. Bei diesen sind Fotos/Videos nur für eine begrenzte Dauer (meist 24 Stunden) sichtbar, dennoch sollte man nicht dem Trugschluss erliegen, dass diese dann nicht mehr existieren (häufig kann z.B. einfach ein Screenshot gemacht werden). 1„Instagram und Snapchat: Öffentlich oder privat posten?“ und „Sichtbarkeit für Inhalte richtig einstellen“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-in-sozialen-netzwerken/
  • Geben Sie so wenig wie möglich über sich bei der Registrierung an und wenn Daten für die Registrierung notwendig sind (z.B. die E-Mail Adresse und die Telefonnummer bei Facebook) dann machen Sie diese nicht sichtbar für andere Nutzer. 2„Datensparsamkeit fängt beim Registrieren an“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-in-sozialen-netzwerken/
  • Bei vielen Diensten gibt es eine Funktion eigene Kontakte in dem Netzwerk zu finden, dazu wird ein Zugriff auf die eigenen Kontakte benötigt, wodurch Sie die Daten Ihrer privaten Kontakte dem Dienst freigeben. Im Allgemeinen sollten diese Funktionen nicht genutzt werden, da Sie so Daten freigeben die Ihnen nicht gehören. 3„Adressbuch-Zugriff und Einladungsfunktionen“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-in-sozialen-netzwerken/
Kurze Tipps zum Thema Persönliche Daten: 4„Worauf sollten Nutzer achten, damit die Privatsphäre geschützt bleibt?“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-in-sozialen-netzwerken/

  • Veröffentlichen Sie nur Informationen, die wirklich notwendig sind, um diesen Dienst zu benutzen.
  • Veröffentlichen Sie keine Daten/Bilder/Videos/etc., die Ihnen später unangenehm sein könnten, bzw. aus denen Nachteile für Sie entstehen könnten.
  • Achten Sie auf Sichtbarkeit Ihrer Informationen: Wer kann welche Informationen sehen (öffentlich/nur Freunde/…)?
  • Informieren Sie sich, welche Rechte der Anbieter an Ihren Informationen hat.

Recht am eigenen Bild

Ratschläge für Eltern  5„Umgang mit dem Recht am Bild des eigenen Kindes“siehe Internetkompetenz für Eltern – Kinder sicher im Netz begleiten Leitfaden für Eltern 2. Auflage, Februar 2014, S.31 6„Info Material Schau-Hin“ https://www.schau-hin.info/fileadmin/content/Downloads/Infografiken/Fotoguide_Eltern.pdf 7„Pexels – Bild Quelle“ https://www.pexels.com/de-de/foto/baby-bezaubernd-fotoshooting-hinreissend-929436/

Recht am eigenen Bild Info: 8„Klicksafe: Das Recht am eigenen Bild“ https://www.klicksafe.de/themen/datenschutz/privatsphaere/datenschutz-broschuere-fuer-eltern-und-paedagogen/das-recht-am-eigenen-bild/ 9„Spiegel Online, Was Eltern posten dürfen“ https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/kinderfotos-im-netz-was-eltern-posten-duerfen-und-was-nicht-a-1270209.html 10Internetkompetenz für Eltern – Kinder sicher im Netz begleiten Leitfaden für Eltern 2. Auflage, Februar 2014, S.31 11Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt! Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Internet – klicksafe in Kooperation mit iRights.info, 2016

In den letzten Jahren ist der Speicherplatz auf verschiedenen Servern wie Google & Co. immens gestiegen. Auch das Internet wird überwiegend für schnelle Datenverbindungen genutzt. Beide Entwicklungen machen deutlich, dass es heutzutage selbstverständlich ist, Daten zu verschicken, hoch- und herunterzuladen. Doch beim Umgang mit diesen Daten gelten Gesetze, wie das Persönlichkeitsrecht, das Recht am eigenen Bild, das Urheberrecht und natürlich das Strafrecht. Kinder wachsen heute in einer digitalen Welt auf, in der es wichtig ist, zu wissen wie man mit seinen oder fremden Daten umgeht. Über Social Media werden Bilder von Konzerten, Schwimmbadbesuchen, Geburtstage etc. geteilt und gepostet. Auch viele Eltern teilen regelmäßig Fotos von ihren Kindern. Jedoch verstoßen sowohl Kinder als auch Eltern unwissentlich oft gegen Persönlichkeitsrechte. Da das Thema „Datenschutz-Recht am eigenen Bild“ undurchsichtig und komplex erscheint, sodass Eltern oftmals nicht wissen, was sie ihren Kindern vermitteln sollen, haben wir über das Thema die wichtigsten Informationen parat.

Der Irrglaube, dass man selbst im Internet anonym bleibt, ist auch heutzutage weit verbreitet. Besonders Kinder halten an diesem Glauben fest. Doch Rechtsverletzungen von Privatpersonen können im Netz verfolgt werden, da die Identität im Netz sichtbar ist und man diese zurückverfolgen kann. Problematisch ist, dass gerade im Netz sehr häufig Inhalte von Nutzerinnen und Nutzern verbreitet werden, die die erforderlichen Rechte nicht haben. Zum Beispiel das „Teilen“ von Daten, insbesondere Fotos, darf nur unter Einverständnis der abgebildeten Personen erfolgen. Dies nennt man „Recht am eigenen Bild“. Verknüpft mit dem „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ ist in den Paragraphen 22 und 23 des Kunsturheberrechtsgesetzes (KunstUrhG) das „Recht am eigenen Bild“ verankert, welches dazu dient, die Privatsphäre von Personen zu schützen, sodass ein Bild nur mit Einwilligungen verbreitet werden darf. Somit darf die Veröffentlichung von Fotos in einem sozialen Netzwerk nur mit Einverständnis erfolgen. Entscheidend hierfür ist, dass die abgebildete Person erkennbar auf dem Foto dargestellt ist. Das heißt, dass nicht unbedingt das vollständige Gesicht zu sehen sein muss, sondern es reicht, wenn Ausschnitte der abgebildeten Person eindeutig identifizierbar sind. Somit dürfen Fotos, die zwar das Gesicht verfremden (z.B. durch einen Filter), aber Merkmale (Körperhaltung/-bau oder Tätowierungen) der Person abbilden bzw. deutlich zu erkennen geben, ohne die Zustimmung der Person nicht veröffentlicht oder verschickt werden.

Will man als Elternteil Fotos von seinen Kindern im Netz teilen oder wollen Kinder selbst Fotos von sich in sozialen Netzwerken posten, muss man im Umgang mit diesen Fotos folgendes beachten: Bei Kindern bis zu 6 Jahren entscheidet der Erziehungsberechtigte alleine darüber, ob ein Bild des Kindes öffentlich zur Schau gestellt wird. Ab 7 Jahren können Kinder entsprechend ihres Entwicklungsstandes mitentscheiden, ob ihr Bild veröffentlicht wird. Somit haben die Erziehungsberechtigten die Pflicht, das Kind bzw. den Jugendlichen in die Entscheidung miteinzubinden.

Im Zusammenhang mit dem „Recht am eigenen Bild“ gilt auch der Paragraph 201a: „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“ des Strafgesetzbuchs (StGB). Werden Bildaufnahmen von Personen, die das Ansehen dieser erheblich schädigen, veröffentlicht, gilt dies als strafbar.
Jedoch gibt es Ausnahmen, die das „Recht am eigenen Bild“ einschränken. Wird man auf einem Bild als Teil einer Menschenmenge abgebildet (z.B. Konzertbesuch, Demonstrationen etc.), hat man kein Recht auf sein Bild, da man nicht der eigentliche Grund der Aufnahme des Bildes ist. Auch wenn ein Kind zufällig auf dem Foto abgelichtet wurde, jedoch nicht absichtlich fotografiert wurde, gilt der Abgebildete nur als „Beiwerk„. Das heißt, wenn das Foto veröffentlicht wird, kann dieser Veröffentlichung in der Regel nicht widersprochen werden. Betroffene können sich aber an den Betreiber der Seiten wenden und eine Entfernung des Bildes verlangen. Wurden die Bilder bereits runtergeladen oder per Messenger-Apps geteilt, ist eine Entfernung seitens des Anbieters nicht möglich.

Tipps für Eltern: 12„Umgang mit dem Recht am Bild des eigenen Kindes“siehe Internetkompetenz für Eltern – Kinder sicher im Netz begleiten Leitfaden für Eltern 2. Auflage, Februar 2014, S.31

  • Informieren Sie sich selbst und Ihre Kinder angemessen über die Rechte im Internet (Bsp. Persönlichkeitsrecht, Urheberrechte, Widerrufsrecht, Recht am eigenen Bild etc.).
  • Nutzen Sie gemeinsam eine Recherchehilfe, wenn Sie Unsicherheiten zu diesem Thema aufweisen.
  • Auch Andere haben Rechte! Zeigen Sie Ihrem Kind, dass auch andere Menschen Rechte haben. Machen Sie deutlich, dass Ihr Kind keine Bilder, Informationen oder Videos von Personen ohne Ihr Einverständnis ins Netz stellen darf.
  • Falls Bilder oder Daten von Ihnen oder Ihren Kindern unrechtmäßig im Netz gelandet sind, bewahren Sie Beweismaterial auf (z. B. durch Screenshots). Fordern Sie den Betreiber der Website (so vorhanden über Meldebutton oder über die Kontaktadresse im Impressum) und auch den Rechtsverletzer (so bekannt) schriftlich auf, sämtliche Daten (Fotos, Filme etc.) umgehend aus dem Netz zu entfernen. Sollte jedoch keine Reaktion erfolgen, nehmen Sie eine Rechtshilfe in Anspruch oder erstatten bei der Polizei Anzeige.
  • Sensibilisieren Sie Ihre Kinder für den Umgang mit eigenen und fremden Werken (wie Fotos oder Texte) und klären Sie Ihre Kinder über Urheberrechte im Netz auf. Kindern sollte klarwerden, dass es auch den Sachverhalt des Diebstahls von geistigem Eigentum gibt.
  • Seien Sie selbst ein Vorbild im Umgang mit Daten. Veröffentlichen Sie Bilder ihrer Kinder/ihres Kindes nur mit deren/dessen Einverständnis. So sensibilisieren Sie diese im Hinblick auf diese Thematik. 

Big Data

Der Begriff „Big Data“ wird in unterschiedlichsten Kontexten benutzt, daher ist es nicht einfach alle Bedeutungen zu erfassen. Im Allgemeinen werden als Big Data Datenmengen verstanden, die zu umfangreich und zu verschieden sind, um sie mit herkömmlichen Technologien auszuwerten 13König, Wiegand, Schröder: Big Data: Chancen, Risiken, Entwicklungstendenzen. Wiesbaden 2018, S.150.

Diese Datenmengen werden an den unterschiedlichsten Stellen gesammelt, da wir uns an dieser Stelle mit Datenschutz beschäftigen, beschränken wir uns hier auf Daten die unsere Privatsphäre betreffen. Dabei soll es nicht um Informationen/Fotos/etc. gehen, die wir bewusst teilen, (dazu siehe Persönliche Daten) sondern um Informationen über uns, die viel unterbewusster gesammelt werden.

Welche Daten werden über mich gesammelt?

Hier einige Beispiele, welche Daten an welcher Stelle möglicherweise über Sie gesammelt werden:

  • Facebook und ähnliche Plattformen merkt sich auf der eigenen Website jeden Like und jedes Teilen. Darüber hinaus kann festgestellt werden wie lange man sich bestimmte Postings ansieht (Betrachtungsdauer von z.B. Nachrichten-Artikel) und daraus wiederum, ob dies einen interessiert. Auch auf externen Websites, in denen ein Facebook-Like-Button integriert ist, kann Facebook Daten erhalten. Des Weiteren werden zusammengehörende Profile von Instagram, WhatsApp und Facebook (gehören alle zu Facebook) miteinander verknüpft. Dadurch kann festgestellt werden, wer mit wem kommuniziert – wodurch eine Abschätzung weiterer Interessen möglich ist (man teilt Interessen häufig mit Freunden). 14„Welche Daten Facebook sammelt – und was in ihnen steckt“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-auf-facebook-wem-gehoeren-meine-daten/teil-3-welche-daten-facebook-sammelt-und-was-in-ihnen-steckt/
    Es gibt noch viele weitere Methoden wie soziale Netzwerke an Nutzerdaten gelangen können. Die Washington Post hat eine Liste an Nutzergruppen erstellt, die Facebook den Werbern anbietet (Deutsche Liste auf netzpolitik.org). Das heißt all diese Informationen kann Facebook theoretisch über Nutzer wissen, einige Punkte aus der Liste:

    • Einkommen und Eigenkapital
    • Jahr, in dem das Haus gebaut wurde
    • Nutzer, die sich wahrscheinlich politisch betätigen
    • „Early Adopters“ und „late Adopters“ von Technologien
    • Nutzer, die aktiv eine Kreditkarte benutzen
  • Cookies sind eine Technologie, die es z.B. ermöglicht, dass man etwas in dem Warenkorb beim Online-Shopping legt, die Website verlässt und beim nächsten Besuch der Artikel immer noch im Warenkorb ist. Cookies speichern also Daten, um den Benutzer einer Website wiederzuerkennen. Diese Cookies können allerdings auch von anderen Websites missbraucht werden, um Informationen über deine Aktivitäten zu erhalten, z.B. im Fall des Facebook-Like-Buttons werden Cookies genutzt, um Interessen des Nutzers (besuchte Seiten) festzustellen. 15„Web-Tracking, was ist das?“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/vom-web-tracking-zum-app-tracking/teil-1-web-tracking-was-ist-das/
  • Geotagging: Wenn Sie die Standorterfassung an Ihrem mobilen Endgerät eingeschaltet haben, können viele Apps auf Ihren Standort zugreifen. So erfahren Facebook, Snapchat und co. wo Sie ihre Zeit verbringen.

Was passiert mit meinen Daten?

Die meisten Unternehmen sammeln die Daten der Nutzer, um auf den Endgeräten personalisierte Werbung zeigen zu können; mehr zu diesem Thema können Sie im Bereich Werbung finden.
Da die Daten existieren, können diese auch in andere Hände fallen. Es könnte passieren, dass Ihre Daten Hackern in die Hände fallen oder von Geheimdiensten abgefangen werden (Überwachung).

Wie kann ich meine Daten schützen?

Wenn man soziale Netzwerke benutzt, kommt man nicht drum herum, dass die Anbieter durch die Benutzung (z.B. Likes/Shares) einiges über einen erfahren. Allerdings kann man viele Daten, die nicht bei der eigentlichen Benutzung des Dienstes entstehen, (z.B. Geotagging, Cookie-Daten) verbergen.

  • Cookies können mit den Einstellungen im Browser regelmäßig gelöscht werden. Dazu gibt es meist mehrere Möglichkeiten, hier die Einstellungen die Firefox bietet:

    Empfohlen wird hier die Löschung bei jedem Schließen, da dies ein Kompromiss zwischen Datenschutz und Komfort bietet (einige Seiten sind nicht gut benutzbar, wenn die Cookies komplett deaktiviert sind). Zusätzlich können Sie bestimmten Seiten die Verwendung von Cookies explizit verweigern (wenn Sie diesen nicht vertrauen).

  • Zusätzlich zu den Cookies wird empfohlen, die im Cache gespeicherten Seiten zu löschen. Die Speicherung von Seiten im Cache ist dazu da, schnellere Ladezeiten zu ermöglichen. Wenn eine Seite das erste Mal aufgerufen wird, wird diese im Cache gespeichert. Bei dem nächsten Aufruf muss die Seite nicht aus dem Netz geladen werden, sondern ist auf dem eigenen Gerät vorhanden.
    Genauso wie bei den Cookies kann ein Speichern der Seiten im Cache komplett verboten werden oder eine Löschung beim Schließen des Browsers eingestellt werden. 16„Persönliche Daten im Internet schützen“ https://www.schau-hin.info/informieren/extrathemen/datenschutz.html
  • Sind Sie in Ihrem Browser oder Ihrer Suchmaschine dauerhaft angemeldet, so kann der Anbieter alle Ihre Schritte nachverfolgen. Empfohlen wird, nicht dauerhaft – während der Benutzung von anderen Diensten – im Browser-/Suchmaschinen-/Social-Media-Account angemeldet zu sein.
  • Sowohl in Android, als auch in iOS (iPhone), kann die Standorterfassung (Ortungsdienste) für alle oder für bestimmte Apps ausgeschaltet werden. Es wird empfohlen dies zu tun, da ansonsten Facebook, Google, Apple und Co. wissen, wo man sich aufhält
Kurze Tipps zum Thema Big Data:

  • Löschen Sie regelmäßig Cache und Cookies.
  • Seien Sie nicht dauerhaft in Browser, Suchmaschine und Social-Media-Accounts angemeldet.
  • Schalten Sie die Standorterfassung aus, wenn diese nicht benötigt wird. 

Überwachung

Die Datenmengen, die durch die Benutzung diverser digitaler Dienste entstehen, (Big Data) können nicht nur von den Unternehmen genutzt werden, denn wie durch Edward Snowden bekannt wurde, hat z.B. die NSA (National Security Agency) im Auftrag der amerikanischen Regierung ein System der weltweiten Massenüberwachung der Kommunikation aufgebaut. Die NSA hat dabei genau die Daten abgefangen, die auch in der Big Data verwendet werden. Zusätzlich werden massenhaft Meta-Daten, also Verbindungsdaten (wer mit wem kommuniziert) und nicht nur reine Verbindungsdaten, sondern auch Inhalte (was kommuniziert wurde), abgefangen.
Da die meisten Unternehmen kein Interesse daran haben, dass Regierungen die Daten Ihrer Nutzer auswerten, sind diese häufig bestrebt die Daten für sich zu behalten. Google, Facebook, Apple und co. schützen daher unsere Daten und Kommunikation, sodass diese Informationen im besten Fall nur für das Unternehmen und den Nutzer lesbar sind.

Wie stelle ich sicher, dass meine Daten technisch geschützt sind?

Das Internet ist ein Netz aus vielen Computern, die miteinander kommunizieren und Daten weiterleiten, daher kann theoretisch jeder Daten mitlesen. Wenn Sie Websites im Browser aufrufen, sollten Sie daher darauf achten, falls persönliche Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen übertragen werden, dass die Website verschlüsselt mit Ihrem Browser kommuniziert. Dies können Sie durch „https://“ oder das Schlosssymbol in der Adressleiste des Browsers erkennen. Leider kann man sich, aus unterschiedlichsten Gründen heraus, nicht immer auf diese Anzeichen verlassen. Wenn Sie sich zu diesem Thema weiter informieren möchten, finden Sie bei datenschutzbeauftragter-info.de mehr Informationen zu Verschlüsselung im Internet.
Sie sollten für Ihre Dienste und Anwendungen gute Passwörter wählen und am besten für jeden Dienst ein anderes. Es gibt unterschiedlichste Methoden zur Erstellung von Passwörtern, unter „Tipps für ein gutes Passwort“ finden Sie die offiziellen Tipps des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) 17https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Empfehlungen/Passwoerter/passwoerter_node.html.

Tipps für ein gutes Passwort

Kurze Tipps zur Erstellung eines sicheren Passwortes:

  • Bei der Wahl eines Passwortes sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass Sie sich das Passwort gut merken können. Hierfür gibt es unterschiedliche Hilfsstrategien: Der Eine merkt sich einen Satz und benutzt von jedem Wort nur den ersten Buchstaben (oder nur den zweiten oder letzten). Anschließend verwandelt man unter Umständen noch bestimmte Buchstaben in Zahlen oder Sonderzeichen. Die Andere nutzt einen ganzen Satz als Passwort oder reiht unterschiedliche Wörter, verbunden durch Sonderzeichen, aneinander.
  • Grundsätzlich gilt: Je länger, desto besser. Ein gutes Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein.
    (Ausnahme: Bei Verschlüsselungsverfahren für WLAN wie zum Beispiel WPA und WPA2 sollte das Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein. Hier sind so genannte Offline-Attacken möglich, die auch ohne stehende Netzverbindung funktionieren – das geht zum Beispiel beim Hacken von Online-Accounts nicht.)
  • Für ein Passwort können in der Regel alle verfügbaren Zeichen genutzt werden, beispielsweise Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (Leerzeichen, ?!%+…). Manche Anbieter von Onlinediensten machen technische Vorgaben für die verwendbaren bzw. zu verwendenden Zeichen. Wenn Ihr System Umlaute zulässt, bedenken Sie bei Reisen ins Ausland, dass auf landestypischen Tastaturen diese eventuell nicht eingegeben werden können.
  • Nicht als Passwörter geeignet sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustiers, des besten Freundes, des Lieblingsstars, Geburtsdaten und so weiter. Das vollständige Passwort sollte möglichst nicht in Wörterbüchern vorkommen. Es sollte zudem nicht aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern wie „asdfgh“ oder „1234abcd“ bestehen. Manche Anbieter gleichen Passwörter gegen eine sogenannte „black list“ ab, in der genau solche nicht geeigneten Passwörter hinterlegt sind. Möchte man sie nutzen, erhält man einen Hinweis, dass das Passwort in dieser Form nicht zugelassen wird bzw. nicht sicher ist.
  • Einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen $ ! ? # am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen, ist nicht empfehlenswert.
  • Nutzen Sie einen Passwortmanager, um Ihre unterschiedlichen Passwörter gut verwalten zu können. 
Kurze Tipps zum Thema Überwachung:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Browser verschlüsselt kommuniziert.
  • Wählen Sie für jeden Dienst ein eigenes sicheres Passwort. 

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung ist eine Verordnung der Europäischen Union und soll den Umgang mit privaten wie öffentlichen Daten durch Datenverarbeiter in der Europäischen Union regeln. Sie wurde Anfang 2012 vorgestellt und ist seit dem 25.05.2018 aktiv. Die DSGVO ersetzt damit die aus dem Jahr 1995 stammende Richtlinie 95/46/EG. Insgesamt umfasst die DSGVO 99 Artikel.

Wie Sie in den vorherigen Info Texten schon erfahren haben, sammeln viele Firmen eine Vielzahl an verschiedenen Daten. Damit die anstehenden Datenmengen nicht ohne Wissen für kommerzielle oder politische Zwecke benutzt werden, wurde die alte Richtlinie durch die DSGVO ersetzt. Im besonderen Fokus stehen hierbei personenbezogene Daten, die entweder direkt, oder durch indirekte Zusammenschlüsse auf eine Person hergeleitet werden.

Als besonders schützenswert nennt die DSGVO genetische Informationen sowie personenbezogene Daten zur ethnischen und kulturellen Herkunft, politischen, religiösen und philosophischen Überzeugungen, der Gesundheit, Sexualität und Gewerkschaftszugehörigkeit. Generell wird den Daten von Kindern hierbei noch ein besonderer Schutz zugeordnet. So dürfen in der EU keine Daten von Kindern ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten gesammelt werden. Bedingt durch eine sogenannte Öffnungsklausel unterscheidet sich hierbei das Mindestalter der Kinder in den jeweiligen EU Ländern. In Deutschland liegt diese Altersgrenze derzeit bei 16 Jahren. Unklar an dieser Stelle ist die juristisch genaue Umsetzung für Jugendliche verschiedener Länder. Vermutlich müssen Unternehmen sich hierbei an den Wohnsitz des Nutzers anpassen, weshalb bestimmte Dienste gegebenenfalls für Jugendliche in Deutschland erst später zugänglich sind als für Jugendliche in Belgien (ab 13 Jahren). Eine andere Interpretation ist, dass das geltende Recht am Standort des Betreibers ausschlaggebend ist.

Die DSGVO regelt zudem noch einige andere Datenschutz relevante Dinge:

Die Einwilligung des Nutzers muss vorliegen, bevor ein Unternehmen die Daten nutzen kann. Dies bemerken sie vermutlich regelmäßig durch Einblendungen am Bildschirm, wenn sie eine neue Seite öffnen. Die genaue Umsetzung ist hierbei nicht fest vorgeschrieben.

Das Auskunftsrecht wurde verstärkt. Die Unternehmen müssen die gesammelten Daten transparent für den jeweiligen Nutzer zur Verfügung stellen. Zudem haben sie ein “Recht auf vergessen”. Unternehmen müssen auf Anfrage die Daten die sie über sie gesammelt haben löschen. Zudem muss verdeutlicht werden, ob das Beenden eines Accounts oder Vertrages auch automatisch die Daten löscht oder ob dies separat geschehen muss.

Zudem wurde das Kopplungsverbot verschärft. Es ist demnach nicht zulässig wenn ein Unternehmen zwangsläufig weitere Daten sammelt als für den jeweiligen Vertrag nötig. Das Sammeln der Adresse beim Online-Shopping ist demnach noch legitimiert, damit der Händler die Ware an sie schicken kann, aber ein verpflichtender Newsletter darf hierbei nicht vertragsbindend sein.

Bisher ganz neu ist das Recht auf Datenübertragbarkeit. Darin ist festgehalten, dass alle Personen das Recht haben ihre Daten zu anderen Anbietern mitzunehmen. Hierbei müssen die Daten der betroffenen Person dem neuen Anbieter zur Verfügung gestellt werden. Ein Wechsel soll erleichtert werden.

Falls Sie das Gefühl haben, eines Ihrer Rechte wurde verletzt, wenden Sie sich bitte an die datenschutzbeauftragte Person der jeweiligen Website. Sollte die Problematik sich hierbei nicht klären, können Sie sich bei den Datenschutzbeauftragten ihres jeweiligen Bundeslandes melden. Diese sind verpflichtet, Beschwerden nachzugehen und die betroffenen Personen über den Stand der Ereignisse zu informieren.

Quellen & Literatur

Onlinequellen: s.u.

Literatur: s.u.

Quellen   [ + ]

1. „Instagram und Snapchat: Öffentlich oder privat posten?“ und „Sichtbarkeit für Inhalte richtig einstellen“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-in-sozialen-netzwerken/
2. „Datensparsamkeit fängt beim Registrieren an“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-in-sozialen-netzwerken/
3. „Adressbuch-Zugriff und Einladungsfunktionen“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-in-sozialen-netzwerken/
4. „Worauf sollten Nutzer achten, damit die Privatsphäre geschützt bleibt?“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-in-sozialen-netzwerken/
5, 12. „Umgang mit dem Recht am Bild des eigenen Kindes“siehe Internetkompetenz für Eltern – Kinder sicher im Netz begleiten Leitfaden für Eltern 2. Auflage, Februar 2014, S.31
6. „Info Material Schau-Hin“ https://www.schau-hin.info/fileadmin/content/Downloads/Infografiken/Fotoguide_Eltern.pdf
7. „Pexels – Bild Quelle“ https://www.pexels.com/de-de/foto/baby-bezaubernd-fotoshooting-hinreissend-929436/
8. „Klicksafe: Das Recht am eigenen Bild“ https://www.klicksafe.de/themen/datenschutz/privatsphaere/datenschutz-broschuere-fuer-eltern-und-paedagogen/das-recht-am-eigenen-bild/
9. „Spiegel Online, Was Eltern posten dürfen“ https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/kinderfotos-im-netz-was-eltern-posten-duerfen-und-was-nicht-a-1270209.html
10. Internetkompetenz für Eltern – Kinder sicher im Netz begleiten Leitfaden für Eltern 2. Auflage, Februar 2014, S.31
11. Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt! Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Internet – klicksafe in Kooperation mit iRights.info, 2016
13. König, Wiegand, Schröder: Big Data: Chancen, Risiken, Entwicklungstendenzen. Wiesbaden 2018, S.150
14. „Welche Daten Facebook sammelt – und was in ihnen steckt“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/datenschutz-auf-facebook-wem-gehoeren-meine-daten/teil-3-welche-daten-facebook-sammelt-und-was-in-ihnen-steckt/
15. „Web-Tracking, was ist das?“ https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/irights/vom-web-tracking-zum-app-tracking/teil-1-web-tracking-was-ist-das/
16. „Persönliche Daten im Internet schützen“ https://www.schau-hin.info/informieren/extrathemen/datenschutz.html
17. https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Empfehlungen/Passwoerter/passwoerter_node.html
18. https://www.klicksafe.de/themen/rechtsfragen-im-netz/urheberrecht/was-muss-ich-beim-hochladen-fremder-inhalte-beachten/
Sidebar